Urlaubsfotos richtig drucken

  • Blogbeitrag vom 08.11.2016

Sie haben sich mal wieder eine Städtereise, den wohlverdienten Jahresurlaub oder gar eine Kreuzfahrt gegönnt und haben die Erinnerungen nicht nur in Ihrem Kopf, sondern dank neuester Technik auch auf der Digitalkamera oder dem Smartphone gespeichert. Allerdings sind digital gespeicherte Dateien irgendwie nicht das gleiche wie ein richtiges Foto, das man in der Hand halten kann. So überlegen Sie nun also, wie Sie ihre Urlaubserinnerungen am hochwertigsten und gleichzeitig günstig zu Papier bringen. Der Gang zum bekannten Drogeriemarkt um die Ecke oder der Weg zum Fotolabor kann sich lohnen, muss aber nicht sein. Denn auch mit Ihrem Tintenstrahldrucker können Sie zu Hause gute Ergebnisse beim Fotodruck erzielen, wenn Sie ein paar Dinge beachten.


Tintenstrahldrucker sind gut geeignet

Zwar können hohe Auflagen von Fotodrucken mit Tintenstrahldruckern ganz schön ins Geld gehen, doch bei ausgesuchten Fotos ist diese Variante durchaus angebracht. Schließlich haben Sie das Foto im Nullkommanix in der Hand - ohne lange Wartezeiten wie bei der gewerblichen Fotoentwicklung, die heute auch oft im Internet angeboten wird.


Besonders moderne, aktuelle Tintenstrahlgeräte liefern hier hervorragende Qualität bei den Fotodrucken. Der Grund: Spezielle Fototinten sorgen dafür, dass der Ausdruck kaum noch von einem professionellen Abzug aus dem Fotoladen zu unterscheiden ist. Doch auch ohne Spezialtinte können Sie mit ein paar wenigen Kniffen das Beste aus Ihren Urlaubsfotos herausholen.


Faktor 1: Der richtige Fotodrucker

Wie bereits erwähnt: Für den Ausdruck Ihrer Urlaubsfotos (es dürfen natürlich auch andere Fotos sein) ist ein Tintenstrahldrucker mit Platz für zusätzliche Fototinte die richtige Wahl. Sollten Sie einen Neukauf planen, achten Sie ruhig mal auf diese spezielle Ausstattung des Geräts. Die Drucker mit Fototinten decken nämlich einen größeren Farbbereich ab als Geräte mit lediglich drei Farbtinten.Tipp: Ihren alten Drucker werfen Sie natürlich nicht einfach so weg: In unserem Beitrag alte Drucker richtig entsorgen geben wir Ihnen diesbezüglich ein paar Ratschläge mit an die Hand.


Faktor 2: Das richtige Papier

Um wirklich das authentische Gefühl eines professionellen Abzugs zu schaffen, brauchen Sie außerdem das richtige Papier. Für Ihre Urlaubsfotos eignen sich Fotopapiere mit einer Grammatur ab 170 g/m². Leichtere Papiere würden wir Ihnen nicht empfehlen. Bei Fotopapier haben Sie die Wahl zwischen glänzenden, matten, körnigen oder strukturierte Oberflächen - ganz so wie im Fotolabor auch.


Tipps bei der Wahl des Fotopapiers: Sollten Ihre Fotos nicht so einhundertprozentig scharf geworden sein, sollten Sie auf eine körnige Oberfläche zurückgreifen. Diese kaschiert leichtes Bildrauschen ganz wunderbar und lässt Ihre Urlaubsfotos dadurch schärfer erscheinen. Auch die Oberflächenstruktur von Seidenglanz-Fotopapier kann Unschärfen in der Regel recht gut eindämmen. Wenn Sie etwas mehr Kontrast auf Ihrem Fotodruck wollen, wählen Sie am besten ein mattes Fotopapier. Die matte Oberfläche ist außerdem nicht so anfällig für Fingerabdrücke, die auf Hochglanzfotos meist sehr stark zu sehen sind.


Faktor 3: Die richtige Auflösung

Wissen Sie eigentlich, was genau darüber entscheidet, ob ein Foto scharf oder unscharf ist? Schließlich schwirren ständig Begriffe wie optische Auflösung, Druckauflösung, DPI und Megapixel um einen herum. Beim Ausdruck ist vornehmlich die Druckauflösung entscheidend, die bei zahlreichen Modellen mit bis zu 9.600 dpi beworben wird. Allerdings liegt die effektive Auflösung meist weit darunter - so ehrlich muss man sein. Dennoch gilt: Da es bei dem Fotodruck am heimischen Drucker in Sachen Größe die DIN A4 Grenze gibt, ist eine Auflösung von 300 dpi (dots per inch) vollkommen ausreichend. Und diese erreichen wirklich alle modernen Tintenstrahldrucker - meist sind es sogar etwa 1.200 dpi. In Kombination mit einer 6 Megapixel Kamera (das schafft heute fast jedes moderne Smartphone) erreichen Sie hier hervorragende Ergebnisse. Erst wenn sie Ihre Fotos in noch größeren Formaten drucken wollen, wird das Thema relevanter.


Lesen Sie sich doch mal unseren Beitrag Wie funktioniert ein Drucker durch: Darin erfahren Sie noch mehr Details zur Druckauflösung.


Auch der Computerbildschirm entscheidet

“Der Monitor soll Einfluss auf den Ausdruck haben”, glauben Sie nicht? Ist aber so - zumindest indirekt. Optimalerweise unterscheidet sich die Darstellung Ihrer Urlaubsfotos am Computerbildschirm nicht bis wenig von dem späteren Ausdruck. Nur so haben Sie die Möglichkeit, mit einem Bildbearbeitungsprogramm noch das ein oder andere zu verbessern, um so ein hervorragendes Druckergebnis zu bekommen.


Monitore mit TN-Panels sorgen in der Regel kaum für eine realistische Wiedergabe der Fotos. Und so leid es uns tut: gerade bei sehr günstigen TN-Monitoren sind die Panels recht minderwertig. Das können Sie in etwa mit Ihrem Flachbildfernseher vergleichen. Je hochwertiger das Panel, desto ruckelfreier, detailreicher und realistischer ist die Bildwiedergabe. Bei günstigen PC-Monitoren ist vor allem die Blickwinkelstabilität ein Problem.


Das bedeutet: Die Farbwahrnehmung variiert je nach Sitzposition, was zu starken Abweichungen bei den Druckergebnissen führt. Eine gute Farbtreue und hohe Blickwinkelstabilität dürfen Sie bei Monitoren mit IPS-Panels erwarten. Gute IPS Monitore in angemessener Größe von 23-Zoll sind schon für etwa 150 Euro im Handel zu bekommen.


RGB und CMYK Farbprofil

Um eine perfekte Symbiose aus Kamera, Monitor und Drucker zu bieten, müsste eigentlich ein einheitlicher Farbraum-Standard herrschen. Üblich bei fast allen Fotos und Grafiken ist das sRGB (Standard RGB) Farbprofil. Dieses steht für die Grundfarben Rot, Grün und Blau. Der Grund besteht darin, dass RGB einen größeren Farbkreis als der CMYK Modus hat. Das Problem: Ihr Drucker kann ausschließlich im CMYK Farbmodus drucken. Dadurch werden die Farben reduziert, sobald dieser Farbmodus geändert wird. Die Tonwertänderung ist leider nicht umgehbar. Allerdings können Sie in Ihrem Bildbearbeitungsprogramm das Foto in der Regel im CMYK Modus darstellen lassen. Daraufhin können Sie beide Varianten miteinander vergleichen und für den Ausdruck eine Tonwertkorrektur vornehmen. So erhalten Sie einen weniger verfälschten Druck Ihrer Urlaubsfotos.


Auch an ihrem Monitor können Sie die Farbraum-Optionen anpassen. Das funktioniert in der Regel direkt über das Display-Menü.


Die Druckkosten bei Urlaubsfotos

Nun wissen Sie zwar welche Einstellungen Sie vornehmen müssen, um das beste aus Ihren Urlaubsfotos herauszuholen, doch haben vllt. noch keine Vorstellung, was Sie der Ausdruck am eigenen Drucker eigentlich kostet.


Rechnet man die Ausgaben für notwendige Verbrauchsmaterialien zusammen, kommt man im Schnitt auf Kosten zwischen 0,80 € und 1,90 pro DIN A4 Foto.


Tipp: Sparen Sie schon bei der Wahl Ihrer Druckerpatrone. In unserem Shop finden Sie hochwertige Rebuilt-Druckerpatronen, die nicht selten leistungsstärker als das Originalprodukt sind. Dank hochwertiger auf das jeweilige Drucksystem abgestimmter Tinte, werden damit auch Ihre Urlaubsfotos ein echter Hingucker.